Mental­training im Fußball: Stress bewältigen

Mental­training im Fußball: Auf dem Platz motiviert und konzentriert bleiben

Mentaltraining Fußball

Mentaltraining ist aus dem Fußball heute nicht mehr wegzudenken. „Ich hatte eine lange, schwierige Phase, in der ich immer weniger an mich geglaubt und auch meinem Körper nicht mehr getraut habe“. Diese Worte stammen von Felix Götze, Verteidiger des 1. FC Kaiserslautern und kleiner Bruder des WM-Helden Mario Götze. Viele Sportler, vor allem Profisportler, arbeiten heutzutage nicht nur an ihrer Physis, sondern auch an ihrer Psyche. So auch Götze, der sich mit einem Mentaltrainer aus der Krise gekämpft hat: „Der Kopf spielt einfach eine riesige Rolle. Das Thema kommt im Fußball, im ganzen Sport, immer mehr auf“. Wir von POACHER geben einen Einblick, wie ihr mit Mentaltraining eure sportlichen Ziele erreicht – und dabei auch was für den Alltag lernt.

Mentale Stärke – Was bedeutet das eigentlich?

Mentale Stärke – dabei denkst du vielleicht an Eigenschaften wie Durchhaltevermögen oder Belastbarkeit. Mental stark zu sein, heißt für viele, niemals aufzugeben oder gerade, wenn es schwer wird, bewusst die Initiative zu ergreifen und das Positive zu sehen. Mentale Stärke lässt sich in folgende Eigenschaften untergliedern:

  • Willensstärke

  • Kommunikation

  • Engagement

  • Selbstbewusstsein

Ein mental starker Spieler agiert immer mutig und entschlossen. Er sucht proaktiv nach neuen Herausforderungen, wenn er sich unterfordert fühlt. Bei Stress und Rückschlägen will er sich getreu dem Motto „Jetzt erst recht!“ durchsetzen und zeigt dies stets sich selbst und seinen Teamkollegen mit einer positiven, kämpferischen Körperhaltung und Sprache. So ist eine gut trainierte mentale Stärke unerlässlich für den Erfolg im Fußball, denn auch das größte Technikgenie am Ball ist nur so gut, wie es seine mentale Verfassung zulässt. Das ehemalige, italienische Mittelfeldgenie Andrea Pirlo sagte dazu einmal Folgendes: „Fußball spielt man mit dem Kopf. Deine Füße sind nur ein Werkzeug. Ich denke, also spiele ich“. Da wir nun ein umfassenderes Bild für den Begriff Mentale Stärke haben, klären wir im Folgenden einige Mythen auf, die mit dem Begriff Mentaltraining im Sport einhergehen.

„Fußball spielt man mit dem Kopf. Deine Füße sind nur ein Werkzeug. Ich denke, also spiele ich“ (Andrea Pirlo).

Die größten Mythen über das Mental­training

  • „Mentale Stärke ist angeboren“

    Sportler, die in ihrer Jugend bereits viele Stresssituationen im Alltag und Sport überwinden mussten, haben heute meist einen Vorteil im Training, da sie mit dem Bewältigen von neuen Herausforderungen vertraut sind. Diese Eigenschaft wurde unterbewusst trainiert und eben nicht „angeboren“.

  • „Mentaltraining ist nur was für Problemfälle“

    Auch das ist aus der Luft gegriffen. Als Beispiel nehmen wir die Situation einer Verletzung. Ein Spieler, der während seiner Karriere bereits seine Mentale Stärke trainiert hat, wird wahrscheinlich schneller und mit weniger Stress durch eine Verletzung kommen als ein Spieler, der sich nie mit dem Thema Mentaltraining auseinandergesetzt hat. Dieser Spieler kann in der entscheidenden Situation nicht die richtigen Mentalübungen anwenden.

  • „Einfach nur positiv denken und dann wird das schon“

    Mit der Einstellung gewinnst du kein Spiel. Eine positive Einstellung ist zwar wichtig, keine Frage, aber um ein Spiel zu gewinnen oder Stresssituationen zu überwinden, gibt es mittlerweile einen riesigen Pool an Übungsmöglichkeiten, die nicht nur Spaß machen, sondern auch merkliche Verbesserungen mit sich bringen. Vorausgesetzt sie werden regelmäßig durchgeführt – genau wie bei physischen Übungen.

Warum Mental­training für dich wichtig ist

Ob als Regionalliga- oder Kreisligaspieler, bestimmt hast du auch schon einmal Situationen erlebt, in denen dir bewusst wurde, dass es gerade gar nicht läuft. Vielleicht hast du deinen Stammplatz im Team verloren oder bist als Stürmer seit Ewigkeiten ohne Torerfolg. Nicht selten lautet der Schlüssel zum Erfolg „Mentaltraining“ und das Gute ist, dass jeder es ohne Vorkenntnisse erlernen kann. Das Mentaltraining verhilft zur inneren Balance vor, während und nach einem Spiel, lässt den Kampfgeist auch bei Rückstand dominieren und fördert einen positiven Umgang mit Niederlagen. Eigene Schwächen und Stärken können aufgedeckt und beeinflusst sowie Routinen entwickelt werden, auf die in bestimmten Situationen zurückgegriffen werden kann. So unterstützt das Mentaltraining ebenso die Überwindung und den Heilungsprozess einer Verletzung. Heutzutage wird es schon in der F-Jugend angewandt. Im Folgenden zeigen wir dir die etabliertesten mentalen Übungen, die du jederzeit anwenden kannst.

Mentaltraining Fußball

Tipps für dein Mental­training

Wähle für dein Mentaltraining eine ruhige Umgebung und komme durch eine kurze Entspannungsübung zur Ruhe. Anschließend beginne beispielsweise mit der Visualisierung von Erfolgsszenen oder optimalen Spielsituationen.

  • Visualisierung

    Für neu erlernte Spielzüge oder Techniken ist es hilfreich, diese erstmal auf Video anzusehen, die Szene detailliert im Kopf mit sich selbst als Spieler*in zu visualisieren und anschließend beim realen Fußballspielen auszuprobieren. Nach einem Spiel kann die Visualisierung auch in Form eines weißen Blattes aufgebaut werden, auf dem in Gedanken das Spiel und die Emotionen als Bild gemalt werden. Es genügt jedoch sogar schon, den Gedanken und Bildern im Kopf zum erlebten Spiel in der geschaffenen Ruhephase freien Lauf zu lassen.

  • Bewusstsein entwickeln

    Für den Umgang mit Niederlagen hilft es, wenn du dir erstmal der Situation bewusst wirst. Versuche daraufhin negative Glaubenssätze zu reflektieren und Positive zu entwickeln, denn negative Grundhaltungen verschlechtern die Leistung und stellen negative Emotionen in den Vordergrund.

  • Selbstgespräche

    So komisch es im ersten Moment klingen mag: Zur Entwicklung mentaler Stärke hilft es, regelmäßig Selbstgespräche zu führen und dir in schwierigen Momenten Mut zusprechen und bei Erfolg auch mal selbst loben zu.

  • Abendroutine

    Eine weitere Möglichkeit bietet eine feste Abendroutine. Du beginnst beispielsweise mit einer Konzentrationsübung. Dafür bieten sich Apps wie balance oder headspace an, die fünf- bis zehnminütige geführte Meditationseinheiten anbieten. Nachdem du dich nun entspannter fühlst, notierst du deine erreichten Tagesziele in den Kalender, um Einzelerfolge zu sehen und die Motivation hochzuhalten.

Unser Fazit

Wir von POACHER sind überzeugt, dass das Thema Mentaltraining auch für Amateurfußballer*innen von großer Bedeutung ist. Bereits mit einfachen Übungen ist es möglich, an der eigenen mentalen Stärke zu arbeiten. Und zwar wie die Profis, denn die kochen bekanntlich auch nur mit Wasser. Werde nicht nur physisch, sondern auch psychisch fit und mache deine mentale Stärke zu einer echten Geheimwaffe für die nächste Saison.

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